By Danica Jorden, Upside Down World
ditadurabrasilmulherspBrazil’s National Truth Commission (Commissão Nacional da Verdade, CNV) presented its final report on the history of the human rights violations committed by the military dictatorship that ruled the country from 1964 to 1985 on Wednesday, December 10, 2014. One of the chapters in the three volume, 4,400 page report was entitled, “Sexual Violence, Gender Violence and Violence Against Women and Children.”

Through its working group “The Dictatorship and Gender,” the CNV took testimony and detailed the use of rape and sexual violence as a weapon against those the dictatorship considered to be political and social activists or otherwise subversive. It describes how women, including nuns, were raped, how rapes were carried out in the presence of partners and children, and how sexual violence was also committed against victims who were ultimately killed. It also makes mention of the enduring scars, both physical and psychological, left upon those who were sexually violated. Lesbians, bisexuals, homosexuals, transsexuals and the transgendered were subject to particularly cruel violations of personal and human rights”.

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Das Gerede von den »westlichen Werten« wird nicht richtiger, wenn man es endlos wiederholt.
Von Raul Zelik, neues deutschland.

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Wir leben in durchgeknallten Zeiten – wenn diese These noch einer Bestätigung bedurfte, dann wurde sie in diesen Tagen erbracht: Religiöse Fundamentalisten beantworten die US-Invasion in Irak und andere Demütigungen der muslimischen Welt, indem sie eine Satirezeitung in Paris – zweifelsohne eine der Schaltzentralen neoimperialer Macht – ausradieren.
Doch auch auf der Gegenseite beweist man Sinn für Humor: Die Führer der freien Welt, bekanntermaßen glühende Verteidiger der Freiheitsrechte (solange diese nicht in Widerspruch zu Weltmarkt, neoliberaler Marktkonformität und Migrationsbekämpfung stehen), bilden in Paris den ersten Black Block der Herrschenden. Mit Trauerflor und schwarzem Anzug haken sich die Globaleliten zu Demonstrationsketten unter. Noch launiger als dieser an den neulinken Straßenkampf der 1970er Jahre erinnernde Auftritt ist das Setting: Die Regierungschefs kommen weit entfernt von der angeblich von ihnen angeführten Demonstration zusammen. Aufnahmen aus der Höhe zeigen die Staatsmänner auf menschenleeren, abgeriegelten Straßen, umzingelt von Bodyguards.
Man hat den Eindruck, die ganze Welt sei nur noch eine einzige Titanic-Aktion, überall erblüht die Satire: Journalisten, die noch in jeden Arsch gekrochen sind, in den zu kriechen sich lohnte, erdichten sich als Freiheitskämpfer, die die zarte Waffe der Kritik gegen den Terror der Feuerwaffen in Stellung bringen und dafür ihr Leben riskieren. Wie Religiösen und Pegidas ermöglicht auch ihnen das neue Szenario unverhofften Sinngewinn: Nach Paris erstrahlt selbst das Geschmiere für Springer und Bertelsmann in neuem Glanz: Wenn die Meinungsfreiheit unter Beschuss ist, steht dann nicht jedes religionskritische Blaba in aufklärerischer Tradition? Jeder Diekmann ein Voltaire …
Man muss dem französischen Faschisten Jean-Marie Le Pen fast dankbar sein, dass wenigstens er sich dieser neuen Sinngemeinschaft verweigert: »Ich werde nicht kämpfen, um den Geist von Charlie zu verteidigen, der ein anarchisch-trotzkistischer Geist ist, der die politische Moral zersetzt.« Ganz so schlecht, wie französische Trotzkisten (die dieser Tage auf rassistische Stereotype in der »Charlie Hebdo« verwiesen) behaupteten, kann die Satirezeitung also nicht gewesen sein.
Doch was könnte man in Anbetracht dieser Kakophonie, mit der die Irren verschiedenster Couleur dem Sinnverlust im Spätkapitalismus (wie Slavoj Žižek sagen würde) zu entfliehen versuchen, Richtiges sagen?
Man könnte z.B. festhalten, dass es egal ist, ob »Charlie Hebdos« Witze gut oder schlecht, ausgewogen laizistisch oder doch eher islamophob waren. Auch schlechte Satiriker sollten nicht hingerichtet werden – schon gar nicht von religiösen Witzfiguren.
Man könnte zweitens darauf hinweisen, dass das Gerede von den »westlichen Werten« nicht richtiger wird, wenn man es endlos wiederholt. Die Geschichte des Westens bleibt auch nach Paris eine Geschichte von kolonialer Plünderung und unbegrenzter Inwertsetzung: eine Verbindung von ökonomischer Rationalität und religiösem Mythos, wie sich bei den Aufklärern Horkheimer/Adorno nachlesen ließe – würde man noch lesen. Kritik und Aufklärung haben kein geografisches Zuhause – so sehr sich das weiße Europa dies auch einzureden versucht. Die besten Denker waren fast immer Exilierte.
Drittens schließlich wäre es hilfreich, sich – anstatt in den Betroffenheits-Chor einzustimmen – zu überlegen, um was für eine Bewegung es sich beim islamischen Fundamentalismus eigentlich handelt. In Ermangelung einer klaren Definition wird der Begriff des Islamofaschismus auch unter Linken immer populärer. Das scheint auf der einen Seite ganz plausibel: Hinsichtlich Todeskult und Totalitätsanspruch trägt der Fundamentalismus faschistoide Züge. Und auch seinem Siegeszug geht, wie dem des Faschismus, das Scheitern revolutionärer Bewegungen voraus. Die irren, verschwörungstheoretischen Erklärungen für den täglichen Irrsinn globaler Inwertsetzung brechen sich dann ihre Bahn, wenn die emanzipatorischen Bewegungen gegen den Schrecken globaler ökonomischer Herrschaft politisch gescheitert sind.
Und trotzdem ist der Begriff des Islamofaschismus Quark.
Hannah Arendt hat Faschismus einst als einen Pakt von Mob und Eliten beschrieben, der die Gesellschaft mit Totalitätsanspruch durchdringt. Bis hierhin könnte man das vielleicht auch für manche islamistische Bewegung noch behaupten: Dass die prowestlichen Golfdespotien, allen voran der dekadente saudische Öl-Adel, militant-salafistische Gruppen finanziert, wird mittlerweile auch von den NATO-Staaten erkannt und halbherzig kritisiert.
Doch Hannah Arendt hat den Faschismus auch mit zwei spezifischen Erscheinungen der bürgerlichen Moderne erklärt: Rassismus und Imperialismus. Er sei, so Arendt, eine verspätete Wiederholung kolonialer Eroberungszüge, die wegen der Begrenztheit des geografischen Raums besonders aggressiv daherkomme. Das faschistische, ultrarassistische Projekt ist bei Arendt deshalb Ausdruck von kapitalistischer Krise und Imperialismus. Und zumindest, was diesen Aspekt angeht, teilt der islamische Fundamentalismus mit dem Faschismus weniger als der bürgerliche Liberalismus, den in diesen Tagen auch Linke so begeistert zu verteidigen müssen glauben. Der Fundamentalismus ist eben gerade kein ökonomisches Eroberungsprojekt, sondern eher eine irre Antwort auf dieses.
Durchgeknallte Zeiten präsentieren sich verzweifelt – so verrückt, dass man nur noch die Wahl zwischen unterschiedlichen Formen des Schwachsinns zu haben scheint. Aber wahrscheinlich ist auch diese Wahrnehmung nur Teil der allgemeinen Hysterie. Niemand zwingt uns, in die falschen Welterklärungsideologien – religiös, rassistisch, bürgerlich-imperial-liberal – mit einzustimmen. Wenn es so etwas wie eine Linie der Aufklärung gibt, dann die der linken Kritik von Religion und kapitalistischer Herrschaft.
Artikel aus «neues deutschland»

Entrevista a Thomas Piketty, autor de El Capital en el siglo XXI.

Por Tomás Lukin, Página 12.
ecorepThomas Piketty recupera una variable ausente en la mayoría de las investigaciones realizadas por los economistas enrolados en la corriente principal: el conflicto distributivo. “No podemos confiar en que las fuerzas naturales queden a cargo de controlar el proceso de concentración de la riqueza. Se requieren instituciones públicas fuertes”, afirma el economista francés durante una entrevista con Página/12. Durante una extensa conversación que mantuvo con este diario antes de regresar a su país, el profesor de la Ecole d’Economie de París reiteró la necesidad de encarar reformas fiscales estructurales como condición necesaria para revertir los procesos de concentración de la riqueza y ampliación de la desigualdad en la distribución del ingreso. Durante su visita por la Argentina para presentar su libro El capital en el siglo XXI, el economista se reunió con CFK y no se privó de cuestionar la calidad de las estadísticas públicas de precios al consumidor y pobreza. “Conozco la historia política argentina y el rol del partido peronista en los ’50 en la mejora de la distribución del ingreso. La Argentina exhibe una mejor situación que otros países de la región”, remarca Piketty antes de advertir que “el Gobierno podría hacer más para modificar el Impuesto a las Ganancias y, por ejemplo, elevar la alícuota máxima que pagan los individuos muy ricos.”
Lea la entrevista completa
 

Por Ariel Dorfman, Página 12.

CH1421455238280«Desde la distancia de América latina, el asalto terrorista a Charlie Hebdo se siente aterradoramente cercano, se siente tristemente familiar.

No hace mucho, acá en Santiago de Chile, no lejos de la casa en que vivo parte del año con mi mujer, Angélica, periodistas y escritores que se atrevían a enfrentar al régimen del general Pinochet fueron sistemáticamente asesinados, sufriendo, muchos de ellos, torturas antes de que los mataran. Entre tantos, recuerdo especialmente a José Carrasco (lo llamábamos Pepone), quien fuera alumno mío en la universidad, luego amigo y compañero de revolución y exilio y, ya de vuelta en Chile, redactor de Análisis, una revista semiclandestina que publicaba frecuentemente artículos satíricos, semejantes a algunos que se suelen leer en Charlie Hebdo. La policía secreta vino por Pepone justo antes del amanecer del 8 de septiembre de 1986. Le advirtieron que no se molestara en ponerse los zapatos. No iban a hacerle falta, dijeron. Unas horas más tarde apareció su cadáver acribillado a balazos».
Lea el texto en Página 12